Dinkel - der geschmackvolle Weizenersatz


Allgemeines

Dinkel (Triticum spelta) ist eines der ältesten Getreide der Menschheit. Er ist sehr eiweißreich und enthält verglichen mit anderen Getreiden die meisten Vitamine und Mineralstoffe. Der Dinkel ist ein alter Verwandter des Weizens, gilt aber durch den geringen Zuchteinfluss bei Nahrungsmittelallergien als äußerst verträgliches Getreide. Leider wurde der Dinkel durch seinen 40 Prozent geringeren Ertrag im Vergleich zum Weizen und durch den erhöhten Aufwand bei der Weiterverarbeitung völlig verdrängt.


Dinkel,

  • enthält viel Aminosäure "Tryptophan" welches für die Bildung von Serotonin unserem "Wohlfühlhormon" zuständig ist.
  • enthält mehr Eisen, Magnesium, Zink und Mangan als Weizen.
  • hat einen hohen Gehalt an Kieselsäure (Silizium / Silicea), welches gut für Haut, Haare und Nägel ist und den Körpergeweben Elastizität und Festigkeit verleiht. Des Weiteren fördert Silizium die Konzentrationsfähigkeit, was ihn früher zum Getreide der Dichter und Denker machte.
  • ist einer der Hauptsäulen der Ernährungslehre Hildegards von Bingen.


Trotz Gluten verträglich

Dieser Dinkel enthält Gluten. Allerdings liegen die Proteingruppen (Prolamin und Glutenin) des Glutens in einer anderen Struktur vor und werden dadurch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit zur Möglichkeit nicht ganz auf Getreideprodukte verzichten zu müssen.


Verwendung

Neben der Nutzung als Dinkelmehl in Verwendung für Dinkelbrot, Brötchen, Pizzateig, Nudeln und Keksen, wird der Dinkel auch für das Brauen von Dinkelbier genutzt. Außerdem wurde bereits im Jahre 1660 aus der Not heraus Dinkel vor der Reife geerntet und getrocknet um dann als Grünkerne in gekochter Form wohlschmeckende und nahrhafte Speisen zauberten. Bis heute werden noch immer Dinkelgrünkerne gern in Suppen, Grünkern-Bratlingen und vielen anderen Speisen verwendet.
Wussten Sie schon, dass der bekannte "Muckefuck" - Dinkelkaffee aus geröstetem Dinkel

produziert wird.

Und selbst die Spelzen, die vom Korn abgetrennt werden sind kein Abfallprodukt. Sie werden zum Beispiel für Kissenfüllungen in Wärmekissen und anpassungsfähigen Kopfkissen genutzt.


Zurück